Vollmond und Schlafstörungen

Vollmond SchlafstörungenWie wir alle in der Grundschule gelernt haben, beeinflusst der Vollmond die Gezeiten des Ozeans. Viele Menschen glauben aber auch daran, dass gerade der Vollmond für ihre Schlafstörungen verantwortlich ist.

So stellen sich viele Nachteulen die Frage „Wann ist der nächste Vollmond hier in Deutschland“. Doch ist es wirklich so, dass einige Betroffene wegen einem Vollmond nicht schlafen können? Oder haben sich diese einfach etwas in den Kopf gesetzt und projizieren ein Spiegelbild ihres Selbst nach außen?

Eine Umfrage von der Demoskopie Allensbach ergab, dass ungefähr 40 Prozent aller deutschen Bürger wirklich daran glauben, dass der Vollmond und Schlafstörungen wirklich zusammen hängen. Vor allem aber Frauen glauben daran das ihr Schlaf vom Vollmond negativ beeinflusst wird. Wir gehen der Frage etwas auf den Grund und wollen damit aufräumen.

Wissenschaftliche Untersuchung

Zwei österreichische Schlafforscher Gerhard Klösch und Josef Zeitlhofer gingen bei einer Untersuchung dem Glauben auf den Grund. Genau 5.125 Nächte lang ließen sie 195 Menschen mit Schlafstörungen und 195 ohne diese ein Tagebuch für jeweils 14 Tage führen. Dabei mussten die Probanden jede Nacht genau protokollieren, wie lange sie zum Einschlafen gebraucht haben, wie oft sie aufgewacht sind und wie lange sie geschlafen haben.

Nach einer statistischen Auswertung kamen die Wissenschaftler zu dem Schluß, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Vollmond und Schlafstörungen gibt. Da bleibt nur noch die Möglichkeit, dass durch den Lichteinfluss des Mondes der Schlaf gestört wird. Dies ist jedoch nicht bewiesen worden.

Was wir wissen ist, dass der Mond etwa 0,26 LUX erzeugt und das Licht wirklich den Schlaf eines Menschen stören kann. Zum Vergleich ein heller Sommertag erreicht Werte von 20.000 LUX und sicherlich haben wir schon alle einmal einen gemütlichen Schlaf am Nachmittag abgehalten.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine psychische Reaktion des Unterbewusstseins. Eventuell wird der Mensch unterbewusst durch Stress und Sorgen oder anderen Sachen geplagt und möchte sich diese aber nicht zugestehen, da ansonsten zu viele Emotionen hochkommen würden.

Mit diesen Emotionen könnte die betroffene Person nicht richtig umgehen und schiebt die Schuld auf andere Sachen (hier im Falle des Vollmondes). Weiterhin kann es eine selbst erzeugte Illusion sein, die man sich eingeredet hat und der Körper sich fest darauf verkrampft, um dieser gerecht zu werden. Eine Therapeutische Beratung oder Behandlung ist hier vielleicht das richtige.

Was man bei Vollmond machen kann

Ist es einmal wieder soweit, dass man bei einem Vollmond nicht einschlafen kann, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man am besten vorgehen sollte.

Die meisten Menschen bleiben krampfhaft im Bett liegen und glauben, dass sie unbedingt einschlafen müssten, um für den Morgen fit zu sein. Dies ist aber nicht der Fall, es reicht schon, dass sich der Körper im Bett einfach erholen kann. Bei dieser Situation ist es manchmal auch sinnvoll wieder aus dem Bett zu steigen und ein interessantes Buch zu lesen.

Wer ungerne bei Nacht noch ein Buch lesen möchte, da man einfach zu müde und erschöpft ist und dennoch nicht einschlafen kann, dann kann man versuchen die Jalousien runter zu lassen und einzuschlafen. Eine weitere Abhilfe könnte ebenfalls ein Tageslichtwecker mit einer Einschlaffunktion sein.

Wie sind eure Erfahrungen bei Vollmond und was haltet ihr davon? Könnt ihr einfach so ohne Probleme einschlafen oder müsst ihr die Jalousien runter lassen?

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